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Experiment: S. purpurea ssp. purpurea im Sumpf

Die Pflanze im April 2003,
darüber die Sumpfdotterblume mit der gelben Blüte 
 (c) Georg Stach
Die Pflanze im April 2003,
darüber die Sumpfdotterblume mit der gelben Blüte
© Georg Stach

Im April 2003 war es wieder soweit: die Sarracenien waren auf das Frühjahr vorzubereiten: Alte Schläuche waren zu entfernen, zu dichte Bestände zu trennen, enge gegen größere Töpfe zu ersetzen.
Meine Sarracenia purpurea steht das ganze Jahr über im Freiland. Vor einigen Jahren hatte ich diese Pflanze bekommen, als sie im Durchmesser nicht mal 10cm maß. Doch diese Zeiten sind vorbei - der Horst misst nun fast einen halben Meter und könnte mal getrennt werden. Nach erfolgreichem Trennen des Rhizoms stellte sich mir die Frage: "Wohin mit der 'neuen' Pflanze?", unendlich Platz habe ich ja leider nicht.

Blüte der Sumpfdotterblume 
 (c) Georg Stach
Blüte der Sumpfdotterblume
© Georg Stach

Eine kleine Nische neben der Sumpfdotterblume blieb aber noch. Aber dieser Platz ist eigentlich gar nicht Teil meines Moorbeetes, zumal er zum Teichufer gehört und lehmigen Untergrund besitzt.
Sarracenia purpurea gilt als sehr robust und ist an ihrem Naturstandort in Nord-Amerika auch an alkalischen, sumpfartigen Stellen zu finden. Ich habe meine Sarracenia neben die Sumpfdotterblume gesetzt. Mit ein wenig Torf und Sphagnum-Moos habe ich die Stelle leicht aufgeschüttet. Bald wird sich jedoch der lehmige Anteil des Teich-Bodens schon in den Torf hineingesogen haben und die Wurzeln der Schlauchpflanze erreichen.


Im September 2003 blühte die Pflanze trotz alkalischen Untergrunds nochmal 
 (c) Georg Stach
Im September 2003 blühte die Pflanze trotz alkalischen Untergrunds nochmal
© Georg Stach

Kann S. purpurea diese Umstellung gut vertragen? Immerhin wollte sie ja auch noch blühen...


Wir schreiben nun September. Die Stelle, an die ich die Schlauchpflanze im Frühjahr gepflanzt hatte, ist längst vom Sphagnum-Moos umsäumt. Die Pflanzen haben einen der wärmsten und regenärmsten Sommer mitgemacht. Die Sarracenien hatten jedoch keinen Durst zu leiden. Der Teich an dessen Rand die Sarracenien angepflanzt sind, hatte glücklicherweise genug Wasservorrat, auch wenn der Spiegel beachtlich gesunken war.
Ich bin von der Fragestellung ausgegangen, inwieweit S. purpurea den sumpfig-alkalischen Untergrund verträgt. Im schlimmsten Falle könnte sie verkümmern, langsam wachsen oder anderweitige Mangelerscheinen aufweisen. Aber nichts dergleichen ist aufgetreten! Ganz im Gegenteil, der Pflanze geht es außerordenlich gut: Nachdem sie im Mai eine hohe Blüte getrieben hatte, hat sie nun noch zwei kleinere nachgeschoben, obwohl die Hauptwachstumsperiode jetzt eigentlich ausklingt. Leider haben schon ein paar Schnecken die Blüten angeknabbert.
Ich habe absichtlich keine Bodenproben genommen oder pH-Werte gemessen. Lieber möchte ich einen allgemeinen Rückschluss ziehen und als Ergebnis festhalten, dass es sich bewahrheitet hat, dass S. purpurea im Vergleich zu anderen Sarracenia-Arten recht geringe Anforderungen hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit besitzt.


Autor: Georg Stach


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