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Species: Heliamphora sarracenioides Wistuba, Harbarth & Carow, {2005}


PatenschaftDiese Art wird betreut von: Christian Rudat

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Systematik

Beschreibung

Systematik
Heliamphora sarracenioides ist eine eigene Spezies in der Gattung Heliamphora der Familie sarraceniacea.
Die Erstbeschreibung erfolgte im International Carnivorous Plant Newsletter 34:1 (03/2005).

Die Pflanze
Diese außergewöhnliche Art wurde im Januar 2004 während einer Expedition durch Thomas Carow, Peter Harbarth und Andreas Wistuba auf einem Tafelberg der Gran Sabana im südlichen Venezuela entdeckt. Der genaue Standort wird zum Schutz der begrenzten Population (ca. 200 Einzelexemplare) nicht veröffentlicht.

Die Speciesmerkmale sind gut zu erkennen. 
 (c) Thomas Carow
Die Speciesmerkmale sind gut zu erkennen.
© Thomas Carow
Heliamphora sarracenioides unterscheidet sich in ihren äußeren Merkmalen deutlich von allen anderen bisher bekannten Heliamphora Spezies. Die Schläuche erreichen eine Höhe von 20cm bis 30cm und einen maximalen Durchmesser von 3cm bis 5cm. Die bauchigen Schläuche sind in der Mitte oft leicht eingeschnürt. Sie verjüngen sich nach oben hin, bevor sie direkt am Schlauchrand wieder auseinander laufen und - im Gegensatz zu anderen Heliamphora - ohne Übergang in den Deckel übergehen. Dieser ist an der Basis häufig breiter als der Schlauch, läuft dreieckig spitz zu und biegt sich leicht über die bis zu 3,5cm weite Schlauchöffnung, während die Deckelspitze teilweise leicht nach oben gebogen ist. Die Innenseite des Deckels ist mit Nektardrüsen dicht besetzt. Die Art erinnert damit eher an eine Pflanze der Gattung sarracenia, was auch der Grund für die Namensgebung ist. Die Schläuche können sich bei hoher Lichtintensität voll rot bis fast schwarz ausfärben, bei geringer Beleuchtung bleiben sie eher grünlich. Es wurden auch rot geäderte Schläuche beobachtet. Über die Gründe für die außergewöhnliche Schlauchform sind bisher keine Untersuchungen angestellt worden.

Der Blütenstiel ist unbehaart und kann bis zu 60cm hoch werden. An ihm finden sich in der Regel drei Einzelblüten, die für die Gattung relativ klein sind. Die Blüten tragen drei bis zu 5cm lange lanzettliche Petalen (Blütenblätter) von weißer bis rosa Farbe und zehn Staubblätter mit ca. 7mm langen und 1,5mm breiten Staubbeuteln. Die Samen dieser Art sind ca. 1,5mm lang, flach oval und unregelmäßig geflügelt.

Kultur
Die Art ist seit Frühjahr 2006 aus in vitro Kultur erhältlich. Aufgrund des jüngeren Entdeckungsdatums sind noch keine ausführlichen Kulturberichte verfügbar. Die bisher gesammelten Kulturerfahrungen sprechen jedoch dafür, dass eine Kultur analog anderer Tepui-Heliamphora gut möglich ist. Die Hauptanforderungen sind dabei eine hohe Lichtintensität, kühle Temperaturen (knapp über 20°C) mit einer deutlichen Nachtabsenkung (auf mindestens ca. 16°C), erhöhte Luftfeuchte und ein lockeres durchlässiges Substrat, das nicht im Anstau steht. Für genauere Details sei hier auf die Beschreibungen der Gattung Heliamphora und der übrigen Arten verwiesen.

links
Ein Artikel aus dem Taublatt Nr. 52 (2/2005) von Thomas Carow über die Entdeckung ist auf der Seite der G.F.P. als Downloadversion verfügbar:
http:\/\/www.carnivoren.org\/de\/gfp\/mitteilungsorgane\/taublatt\/artikel\/52_01-thomas_carow-heliamphora_sarracenioides.pdf

Letzte Änderung: 2006-05-21 13:56:56



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