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Species: Drosera aliciae R. Hamet, {1905}


PatenschaftDiese Art wird betreut von: Christian Dietz; Martin Brunner

Datenblatt

Systematik

Beschreibung

Drosera aliciae

Geschichte:
Drosera aliciae wurde 1905 von R. Hamet beschrieben.

Die Pflanze ist direkt mit Drosera natalensis verwandt und wird wie diese in die Sektion Drosera der Untergattung Drosera eingeordnet.

Heimat:
Heimatgebiet von Drosera aliciae ist der Südwesten des Kaps (südlich von Cape Town). Im Mittel herrschen dort im Sommer Temperaturen von 20-27°C und im Winter zwischen 10-15°C. Kein Monat hat mehr als 100 mm Niederschläge (Winter), wobei es im Sommer recht trocken wird (unter 20 mm).

Die Pflanze:
Es handelt sich um einen rosettenbildenden Sonnentau, der mehr oder weniger flach auf dem Boden aufliegt. Der Durchmesser der Rosette erreicht etwa 5cm . Die Blätter sind bis zu 1,2cm breit und (gestreckt) bis 3cm lang. Die Blattunterseite ist dicht mit weißen Härchen bedeckt. Die Nebenblätter (Stipulen) teilen sich in 3 ungleiche Segmente auf, die an den Spitzen weiter gegabelt sein können. Der Blütenstängel kann 30 - 40 cm hoch werden. An dessen Ende befinden sich die kleinen pinken Blüten. Der Blütenstängel und die Kelchblätter sind vollkommen mit kleinen Taudrüsen besetzt. An ihnen können sogar kleine Fliegen hängen bleiben. Ein Blütenstängel kann zwischen 2 und 12 Blüten tragen, die einseitig angeordnet sind. Die einzelnen Blüten sind nur sehr kurz geöffnet. Drosera aliciae ist autogam, bestäubt sich also beim Schließen der Blüte selbst. Der Samen ist fusiform (länglich, lanzettenförmig), zwischen 0,5 und 0,6mm lang und maximal 0,1mm breit. Eine Blüte besteht normalerweise aus fünf Blütenblätter (Petalen), 5 Kelchblätter (Sepalen) und 3 Griffel, die an der Basis gegabelt sind und deren Enden mehrfach geteilt sein können, sowie mehrere Staubbeuteln, die den Pollen tragen. Am Kap blüht Drosera aliciae in der Zeit von Dezember bis Januar. Drosera aliciae besitzt eine einzelne, recht lange Pfahlwurzel. Im Alter bildet die Pflanze einen kleinen Stamm aus. Bei vielen Züchtern ist sie neben Drosera capensis einer der ersten Sonnentaue. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Pflanzen in der Kultur relativ einfach sind. Aufgrund der Ähnlichkeit zu anderen Sonnentauen aus Südafrika, kann es leicht zu Verwechslungen kommen.

Kultur:
Die Kultur von Drosera aliciae ist sehr einfach. Die Pflanze kann man mit etwas Geschick auf der Fensterbank kultivieren. Sie möchte immer recht hell stehen. Als Substrat kann man eine Torf-Sand-Mischung verwenden. Reiner Torf funktioniert auch, wobei Pflanzen hier etwas langsamer wachsen. Drosera aliciae ist schon bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50% zufrieden. Besser ist allerdings ein etwas höherer Wert. Giessen sollte man nur mit Regenwasser, oder destilliertem Wasser im Anstau. Ich halte meine Pflanzen im Sommer im Gewächshaus, oder im Garten. Wichtig ist, dass die Pflanzen so viel direktes Licht bekommen, wie es möglich ist. Die Pflanzen färben sich dann rot ein, und bleiben etwas gedrungener. Drosera aliciae kann gut bei Temperaturen um 5°C überwintert werden. Die Pflanzen stellen unter diesen Bedingungen das Wachstum größten Teils ein. Wenn man bedenkt, dass die Wintertemperaturen in Südafrika teilweise auch nur bei ca. 10°C liegen, ist das auch gar nicht so verwunderlich. Man kann Drosera aliciae allerdings auch poblemlos warm in einem Terrarium überwintern.

Vermehrung:
Drosera aliciae lässt sich sehr leicht über Blattstecklinge, Wurzelschnittlinge und Samen vermehren. Bei der Vermehrung über Blattstecklinge trennt man einfach ein Blatt an der Mutterpflanze ab, und legt dieses auf feuchtes Substrat. Wichtig ist dabei, dass man die Seite mit den Tentakeln nach oben legt. Nach ein paar Wochen bilden sich nun auf der Blattoberseite kleine neue Pflanzen, die man nach einiger Zeit in einen eigenen Topf setzten kann. Die Vermehrung über Wurzelschnittlinge ist nicht viel schwieriger. Man schneidet einfach von der langen Wurzel der Mutterpflanze ein paar Stücke ab. Man sollte der Mutterpflanzen allerdings noch eine Wurzel lassen, damit diese nicht abstirbt. Die Wurzelstücke legt man dann in einen Topf, und deckt diese dann leicht mit Substrat ab. Den Topf hält man dann, wie die anderen Pflanzen auch. Nach einiger Zeit sollten sich dann neue Pflanzen an der Oberfläche finden. Die dritte Möglichkeit der Vermehrung ist die über Samen. Da Drosera aliciae autogam ist, braucht man die Pflanzen nicht zu bestäuben. Wenn der Samen reif ist, genügt schon ein kleiner Stoß, und der feine Samen fällt zu Boden. In einem Terrarium kann das ein richtiger Fluch werden. Man sollte sich deshalb gut überlegen, ob man die Pflanzen wirklich blühen lassen möchte. Möchte man Drosera aliciae aussäen, kann man dazu das gleiche Substrat, wie für erwachsene Pflanzen verwenden. Da Drosera Lichtkeimer sind, sollte man den Samen nicht mit Substrat abdecken. Den Samen stellt man dann an einen hellen Ort. In der Regel keimen die Samen nach ca. 4 Wochen. Innerhalb eines Jahres erhält man so neue blühfähige Pflanzen.

Krankheiten / Schädlinge:
Meine Pflanzen werden regelmäig von Blattläusen befallen. Dann hilft meistens nur die chemische Keule (Mittel mit dem Wirkstoff Imidacloprid haben sich bei mir bewährt), da die Pflanzen sonst recht schnell absterben können. Ein Absammeln der Läuse wird dadurch erschwert, dass sich die Tiere meistens an die nicht von Tentakeln besetzte Blattunterseite heften. Eine Vorbeugung mittels Langzeit-Pflanzenschutzstäbchen (ohne Dünger!) ist ebenfalls möglich.

Literatur:

Diehls, L. : Das Pflanzenreich 1906
Gibson, Robert : Carnivorous Plants of The Cape Peninsula, South Africa Veröffentlicht im Journal 19 / 2 der New Zealand Carnivorous Plants Society, Seite 9-19
Obermeyer : The Flora of Southern Africa Vol. 13

Letzte Änderung: 2008-06-28 20:05:55



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Drosera aliciae
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