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Species: Nepenthes macrophylla (Marabini) Jebb & Cheek, {1997}


PatenschaftDiese Art wird betreut von: Michael Ermel; Julian Schütz; Amon Horngacher

Datenblatt

Systematik

Beschreibung

Nepenthes macrophylla wurde von Johannes Marabini entdeckt und später von Jebb & Cheek beschrieben.
Sie wurde einige Zeit als eine Subspezies zu Nepenthes edwardsiana angesehen (=Nepenthes edwardsiana ssp. macrophylla). Es gibt jedoch einige Unterschiede, die es möglich machen Nepenthes macrophylla als eigene Art zu zählen. Die Kannen von Nepenthes edwardsiana sind um einiges schmaler als die von Nepenthes macrophylla, jedoch unterscheiden sie sich kaum in der Höhe der Kannen...im Gegenteil: denn die Kannen von Nepenthes edwardsiana können über 50 cm groß werden. Sie besitzt eine kleinere Kannenöffnung mit einem verhältnismäßig dicken Peristom und genauso stark ausgeprägte Rippen. Der Kannendeckel ist fast eben, mit vereinzelten, kleinen Wölbungen.

Die großen, sehr langsam wachsenden Pflanzen haben einen sehr dicken und stabilen Stamm, welcher große, sehr stabile, starre und breite Blätter trägt. Die Kannenstiele sind ziemlich dick und etwas länger als die Kanne. Die Kannen werden bis zu über 28 cm groß, 15 cm breit und sind in der Mitte etwas eingeschnürt. In der unteren Hälfte sind sie oval, darüber zylinderförmig. Sie weisen schwach ausgeprägte Flügelleisten auf. Die Kannen sind mit kleinen gelben Härchen überzogen, und haben eine flache, in einem Winkel von ca. 40 Grad stehende Kannenöffnung. Das Peristom der Kanne kann über 2 cm dick werden, und besitzt die Charakterstischen stark ausgeprägten Rippen, welche in langen, spitzen Zähnen im Kanneninneren enden. Die Grundfarbe ist gelb, rot oder rotbraun, das Kanneninnere hat jedoch eine weiße Farbe, mit einem leichten rot als unterton. Der große, löffelförmige Deckel ist größer als die Kannenöffnung und hat meist eine hellere Farbe.

Herkunft und Kultur

  Vorkommen

Nepenthes macrophylla hat ihren einzigen Standort auf dem Mt. Trus Madi in Sabah, Borneo. Dort wächst sie auf einer Höhenlage von 2200 bis 2400 Metern in eher offenerer Vegetation. Sie wächst dort im Schutze anderer Pflanzen, wie z.B. bei einer der dort sehr häufig vorkommenden Rhododendronarten.

  Temperatur

Tagsüber sollte die Temperatur 24-26 Grad betragen, es werden auch Tagestemperaturen von 28 Grad toleriert, auf Dauer jedoch sollte diese wieder niedriger gehalten werden. Diese Hochlandnepenthes benötigt sehr kühle Nächte, die Temperaturen sollten dabei bei 5-14 Grad liegen. In Ausnahmefällen kann man diese aber auch kurzzeitig etwas wärmer kultivieren, was sich dann aber meist negativ auf das ohnehin schon langsame Wachstum und die Kannengröße auswirkt.

  Licht und Luftfeuchte

Mäßig hell, am besten keine direkte Mittagssonne. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte, wegen des fast ständigen Nebels an den Naturstandorten bei ca. 90 % liegen. Sie reagiert meist sehr anfällig auf zu geringe Luftfeuchte während den Tageszeiten.

  Substrat

Ich halte sie in einer Mischung aus totem Sphagnum (fast die Hälfte), Perlite, ein wenig Torf, etwas Ton und geschrotetem Kork. Am besten immer darauf achten das die Pflanzen nie lange Zeit in Staunässe stehen.

  Vermehrung

Es werden nur mäßig, oder sehr wenige Seitentriebe ausgebildet. In Ausnahmefällen bilden diese jedoch auch gleich einen ganzen Schub an Seitentrieben aus, so hatte meine Pflanze, welche einen Durchmesser von 4,5 cm besaß, gleich 3 Seitentriebe auf einmal. Werden diese Abgetrennt und eingesetzt, so dauert es zwar eine weile bis das Wachstum wieder einigermaßen in die Gänge kommt, doch meist überleben alle der Abgetrennten Triebe. Die Vermehrung auf dem Vegetativen Weg bringt daher recht gute Erfolge. Die Vermehrung über Samen gestaltet sich sehr schwierig, da nur selten frische Samen vorhanden sind.

Nepenthes macrophylla ist leider nur sehr selten in Sammlungen von Privatleuten anzutreffen. Sie ist eine sehr langsam wachsende Pflanze, welche ohne Probleme auch einige Jahre in einem Terrarium gehalten werden kann. Dort lassen sich auch die benötigten Klimatischen Bedingungen leichter herstellen. Eine Gewächshauskultur ist ebenfalls möglich und stellt keinerlei Probleme dar. Da es sich bei Nepenthes macrophylla, wie oben schon beschrieben, um eine wirkliche Hochlandnepenthes handelt, sollten sich nur Sammler an diese Art heranwagen, welche schon einige Erfahrungen mit Hochlandnepenthes gesammelt haben und die Temperaturen gut einhalten können. Diese Nepenthes ist für Anfänger daher ungeeignet

Letzte Änderung: 2004-03-15 18:55:49



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     Nepenthes macrophylla
CAR-NEP-NEP-NEP-NEP-NEP

Nepenthes macrophylla
Nepenthes macrophylla
© Johannes Marabini


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