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Species: Byblis liniflora Salisb., {1808}


PatenschaftDiese Art wird betreut von: Julia Rohlfing

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Systematik

Beschreibung



Byblis liniflora ist die bekannteste Species der Gattung Byblis. Durch die einfache Vermehrung und relativ leichte Haltung ist sie mittlerweile häufig in Kultur zu finden. Die Pflanze zeichnet sich durch die attraktiven violettfarbenen Blüten und ihrem Wuchs zu filigranen, kleinen Sträuchern aus.


Historisches
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Byblis liniflora von James Drummond entdeckt und 1808 von R. A. Salisbury beschrieben. Der Name "liniflora" bedeutet "leinfarbene Blüte".

Systematik
Byblis liniflora gehört zur Familie der Byblidaceae (Regenbogengewächse).
Synonyme von Byblis liniflora sind Byblis caerulea {Planch.} und Byblis icariflorum {Dingley}.
Byblis liniflora ssp. occidentalis wurde früher als Subspecies von Byblis liniflora eingeordnet. Mittlerweile ist diese Subspecies aber als eigenständige Species unter dem Namen Byblis filifolia bekannt. Sie unterscheidet sich durch ihre Größe und vor allem durch die Anzahl der gleichzeitig geöffneten Blüten von Byblis liniflora.

Die Pflanze
Allgemeines:
Byblis liniflora ist eine terrestrisch wachsende Pflanze. Sie bildet einen Einzelstamm, welcher aufrecht wächst und Fangblätter nach allen Seiten bildet. Die kleinen Sträucher erreichen bis zu 25 Zentimeter Höhe und sind aufgrund ihrer Instabilität äußerst wetterempfindlich. Windstöße und stärkere Regenschauer können die Pflanze umwerfen oder Pflanzenteile abbrechen. Das empfindliche Wurzelsystem darf keinen Störungen ausgesetzt werden, da die wenigen feinen Wurzeln sehr schnell reißen.
Die Pflanzen treiben in der Regel im warmen Frühjahr aus und wachsen den Sommer über zu kleinen Sträuchern heran. In dieser Zeit setzen sie viele Samen an, die den Fortbestand der Art im nächsten Frühjahr sichern. Die Pflanzen gehen ein, sobald die Temperatur unter 12°C sinkt. In Kultur können sie durch Wärme und viel Licht auch am Leben gehalten werden und mehrjährig kultiviert werden.

Falle:
Da der Fallentyp bei allen Species dieser Gattung gleich ist, finden sich die detaillierten Informationen zur Falle in der Gattungsbeschreibung von Byblis.



Byblis liniflora Blüte 
 (c) Rohlfing
Byblis liniflora Blüte
© Julia Rohlfing; Rohlfing
Blüte:
Die Blüte von Byblis liniflora ist bis zu einem Zentimeter groß. Sie hat 5 mit Tentakeln besetzte Sepale, mit denen sie Insekten fangen kann. Die 5 violettfarbenen, ovalen, am Ende fransigen Petale klappen bei genügend Sonne so weit auf, dass sie eine Ebene bilden. Die Blüte besitzt des Weiteren 4 Staubgefäße in antherer Form (jedes Staubgefäß besteht aus zwei Hälften, an denen jeweils zwei Staubbeutel stitzen, alles ist durch ein Mittelstück verbunden) und einen Stempel. Dieser Stempel besteht aus einem dünnen, weißen Griffel, an dessen Ende sich eine violette, kugelförmige, fransige Narbe mit höchstens 1,5 Millimeter befindet. Byblis liniflora ist selbstfertil, zur Samenbildung ist eine Bestäubung allerdings notwendig, da sich der Pollen ohne Berührung nicht aus den Staubbeuteln löst. Nach erfolgreicher Bestäubung setzt die Blüte bis zu 25 Samen an.


Kultur
Allgemeines:
Byblis liniflora ist die am einfachsten zu kultivierende Species dieser Gattung. Sie wächst sowohl in Zimmerkultur als auch im Gewächshaus oder im Freien recht gut. Das Substrat sollte durchlässig, sandig und immer feucht sein. Ständiger und zu hoher Anstau ist zu vermeiden, da die Pflanze empfindliche Wurzeln besitzt. Die Pflanze sollte wind- und wettergeschützt stehen und eventuell gestützt werden, sobald sie über 20 Zentimeter Höhe erreicht hat. Eine Luftfeuchte von über 50 % ist zu empfehlen, wobei die Luftfeuchte über dem feuchten Substrat normalerweise ausreichend für gutes Wachstum ist.

Vermehrung:
Die Vermehrung erfolgt über Samen. Schon 2-3 Monate alte Pflanzen bilden reichlich Samen aus, welche auf feuchts Substrat ausgesät werden sollten. Dabei sind unbedingt gleich die Endtöpfe zu wählen, da ein Umtopfen aufgrund des empfindlichen Wurzelwerkes nicht zu empfehlen ist. Bei genügend Sonne keimen die Samen nach etwa 2-3 Wochen. Dabei sollten Luftfeuchte und Temperatur nicht zu hoch sein, da die Samen schimmelanfällig sind.

Krankheiten:
Byblis liniflora hat wie alle Pflanzen dieser Gattung sehr empfindliche Wurzeln. Plötzlich absterbende Pflanzen leiden oft an Wurzelfäule oder Wurzelschädigung durch Larven. Vorbeugung durch möglichst keimfreies Substrat und Vermeidung von nassen Füßen ist die wirksamste Methode, die Pflanzen zu schützen. Eine befallene Pflanze ist meist nicht mehr zu retten, da man die Krankheit erst erkennt, wenn die Pflanze bereits Schädigungen zeigt. Und das passiert bei dieser Species recht schnell, so dass beispielsweise Sämlinge vom einen auf den anderen Tag umfallen und absterben.
Glücklicherweise ist Byblis liniflora dagegen unempfindlich gegen aufsitzende Schädlinge wie Läuse, da diese keine Angriffsfläche an den Blättern und am Stamm der Pflanze finden.

Quellen
Peter D'Amato: The Savage Garden
Adrian Slack: Karnivoren, Ulmer 1985, Stuttgart
Liste mit Synonymen
Blütenaufbau



Letzte Änderung: 2006-02-08 17:33:37



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     Byblis liniflora
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Byblis liniflora
Byblis liniflora
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